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Es gibt eine ganz und gar maßgebende heilige Schrift des Yoga, das Yoga Sutra des Patanjali.
Patanjali war ein erleuchteter Philosoph, wahrscheinlich auch Grammatiker und Tänzer
Ohne das Yoga Sutra ( ca. 2000 jahre alt ) hätte der Yoga heute nicht die Bedeutung, die er weltweit hat.
Die Philosophie des Yoga-Sutra baut wiederum auf der noch älteren "Samkhya" Philosophie auf.
Hier eine etwas vereinfachte Darstellung der
Samkhya-Yoga Philsophie im christlichen Kontext:
Im Yoga wird daher Wert darauf gelegt, dass Gott (im Yoga: Ishvara),
innen und aussen tranzendiert, d.h. der Himmel ist nicht nur über uns uns im weiten Raum des
Universums, sondern vor allem auch im Innersten jedes Einzelnen...
Wir können Gott nicht definieren, weil er (mindestens) genauso subjektiv wie objektiv ist...
Jesus Christus ist nicht der Sündenbock der Menschheit, sondern inkarnierter Gott-Mensch Archetyp !
Es geht im Verständnis des Yoga im Vergleich zur chrislichen Religiosität etwas mehr um unsere Subjektivität
- ein nicht be-greifbarer Gott !
Jeder Mensch hat laut Yoga-Philsophie einen individuellen "Seelen-Fenster Zugang" ( Purusha ),
d. h. rückwärtig zum inneren "Himmelreich Gottes"....
"Purusha" bedeutet im christlichen Kontext die Seele in jedem Mensch...
die Rückverbindung (=religio=yoga) zu "Ishvara", dem transpersonalen Gottes- Begriff, den Patanjali benutzt.
Laut patanjali und Samkhya-Yoga schaut Gott durch jeden von uns hindurch
und erzeugt mit Hilfe unseres Geistes und der Sinneskräfte die Welt.
Was unsere Verschiedenheit betrifft, sind wir also die Welt, was unsere Einheit betrifft, sind wir Gott.
Die Gesamtheit aller Sinne bildet in der Leib-Seele Ganzheit einen energetischen Spiegel,
unser Denken ist eigentlich keine Aktivität eines vom Ganzen separierbaren "Ich's"
, sondern lediglich Reflexionen in jenem Spiegel.
Je klarer unsere Sinne, umso klarer unsere Reflexions Kraft.
Es heisst also im Yoga: nicht ich denke - sondern: bin gedacht !
Om Shant Shanti Shanti
Om Frieden Frieden Frieden
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